Frank Wendt

Mobile Praxis für Pferde und Kleintiere

Frank Wendt

Maler-Hiltensperger-Str. 1

87490 Haldenwang

Tel: 0171 - 515 97 10

Informationen

Turniersport Impfbestimmungen


 
Pferde sind auf Turnieren nur startberechtigt, wenn die Impfungen LPO-konform erfolgen und im Equidenpass dokumentiert sind. Hier die aktuellen Impfbestimmungen laut der LPO-Ergänzung zum 01.06.2012:
 
 Bei der Influenza-Impfung gehören drei Impfungen zur Grundimmunisierung. Zwischen der ersten und zweiten muss der Abstand 28-70 Tage betragen. Zwischen der zweiten und dritten darf der Abstand maximal 6 Monate + 21 Tage betragen. Das gleiche Intervall gilt für alle folgenden Wiederholungsimpfungen.
Startberechtigt sind Pferde, wenn nach der zweiten Impfung der Grundimmunisierung mindestens 14 Tage, nach jeder weiteren Impfung mindestens 7 Tage vergangen sind.
Liegen keine Informationen über die Grundimmunisierung vor, müssen Turnierpferde über mindestens drei Jahre hinweg im Abstand von höchstens 6 Monaten + 21 Tagen Wiederholungsimpfungen erhalten haben, die im Pass dokumentiert sind.
 
 Die regelmäßige Impfung gegen Tetanus (alle 2 Jahre) gilt als selbstverständlich, eine Impfung gegen Herpes wird empfohlen.

 

 

 

Entwurmung / Selektive Entwurmung


 
Jedes Pferd hat Würmer, aber wenn es zu viele werden, kommt es leicht zu Symptomen wie Abmagerung, Durchfall, Koliken oder Schweifscheuern. Auf Grund des meist begrenzten Platzangebotes herrscht auf Koppeln und Ausläufen ein hoher Infektionsdruck. Hygiene im Stall und auf der Weide, wie regelmäßiges Abmisten auch der Koppeln, reduziert die Würmer in dem Bestand. Dies allein reicht allerdings nicht aus, da die Entwicklungsstadien vieler Wurmarten in Zwischenwirten oder im Boden lange Zeit überleben können. Bei der allgemein üblichen Strategischen Entwurmung werden die Pferde vier Mal jährlich entwurmen, wobei die Wirkstoffe den jahreszeitlich aktuellen Wurmarten und –stadien angepasst werden.

 
 In jüngster Zeit gewinnt die Selektive Entwurmung größeres Interesse, um der zunehmenden Resistenzentwicklung der Würmer gegen die bekannten Entwurmungsmitteln entgegen zu wirken. Dazu müssen alle Pferde eines Bestandes anhand regelmäßiger Kotproben untersucht werden. Die Entwurmung erfolgt gezielt nach dem Ergebnis der Proben.

Methodik und Durchführung der Selektiven Entwurmung:

  • Zu Beginn werden im 1. Jahr, dem sogenannten Übersichtsjahr, mindestens 4 Monitoring-Kotproben über das Jahr hinweg verteilt genommen. Der Besitzer selbst kann die Kotproben nehmen und sendet sie mit einer entsprechenden Kennzeichnug in ein tiermedizinisches Kotprobenlabor. Hier werden die Kotproben nach einem speziellen Untersuchungsverfahren ( Mc Master -Methode ) untersucht und die Wurmarten und Anzahl der Eier pro Gramm Kot (EpG) bestimmt.
  • Entsprechend dem Kotprobenergebnis gibt es zwei Entscheidungsmölichkeiten:
  1. Pferde mit einer Eiausscheidung von unter 200 EpG werden zu diesem Zeitpunkt nicht entwurmt. Dies ist jedoch nicht so zu verstehen, dass dieses Pferd nicht irgendwann einmal (z.B. infolge einer Stoffwechselerkrankung oder ähnlichen.. ) bei einer Monitoring Probe einen erhöhten Wert haben könnte. Um dies zu kontrollieren müssen alle Pferde kontinuierlich beprobt werden.
  2. Pferde über 200 EpG werden AUF JEDEN FALL entwurmt und 14 Tage später erfolgt eine Kontrolle der Wirksamkeit des verwendeten Wirkstoffes über eine erneute Kontroll-Kotprobe. Hierdurch ist es möglich, mit dem behandelnden Tierarzt, die Resistenzlage in einem Pferdebetrieb einzustufen.

Durch das fortlaufende Monitoring infolge der Kontroll-Kotproben werden nachweislich die Verwurmungsraten der einzelnen Pferde als auch der Bestände reduziert. Ebenso sinkt auch die Resistenzlage gegen bestimmte Entwurmungspräparate in den jeweiligen Ställen.

Im 2. und in den darauffolgenden Jahren werden 2-3 Kotuntersuchungen durchgeführt

Gerne unterstütze ich Sie bei der Umsetzung dieser Methode in Ihrem Stall und der Entnahme bzw. dem Versand der Kotproben. Für weitere Fragen können Sie mich gerne telefonisch kontaktieren.

 

 

 

Kennzeichnungsvorschriften für Einhufer (Pferde, Esel, Zebras und andere Kreuzungen)

 

Seit März 2010 gelten neue Kennzeichnungsvorschriften für Pferde, Esel, Zebras und Kreuzungen. Darin ist festgelegt, dass der Tierhalter für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich ist, weshalb ich Ihnen hier die für Sie wichtigen Informationen zusammenfassen möchte. Der Tierhalter ist dabei diejenige Person, welche das Tier tatsächlich in seiner Obhut hat und für dessen Haltung verantwortlich ist, unabhängig vom Zweck der Haltung und unabhängig von den Eigentumsverhältnissen.

Rechtsgrundlage stellt die geänderte Viehverkehrsordnung des Bundes dar, sie soll u.a. helfen die Ausbreitung von Seuchen durch den immer stärker zunehmenden Transfer von Tieren zu verhindern bzw. im Seuchenfall deren Bekämpfung zu erleichtern. Damit sind diese Regelungen auch im Interesse jedes Pferdehalters, der sein Tier vor schweren und/oder tödlich verlaufenden Tierseuchen wie "Ansteckende Blutarmut der Einhufer" oder der" Afrikanischen Pferdepest" schützen möchte.

Nach § 26 der Viehverkehrsordnung hat jeder Tierhalter die Aufnahme seiner Tierhaltung unter Angabe der Art und der Anzahl der gehaltenen Tiere der für das Tierseuchenrecht zuständigen Behörde mitzuteilen. In Bayren sind dies die Veterinärämter an den Landratsämtern. Die Tierhalter benötigen eine 12 stellige Registrierungs- bzw. Betriebsnummer, die ihnen von den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zugeteilt wird.

Für die Ausstellung von Equidenpässen sind in Bayern folgende Stellen zuständig:

  • Für Zuchttiere, die in einem Zuchtbuch eingetragen oder dort vermerkt sind: Zuchtverband bzw. Züchtervereinigung, der oder die das Zuchtbuch für das entsprechende Tier führt.
  • Für Sportpferde (Turnierpferde), die an Wettkämpfen nach LPO teilnehmen und für die eine Eintragung bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) erforderlich ist: Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN)
  • Für alle anderen in Bayren geborenen oder gehaltenen Equiden, so genannte "nicht registrierte" Equiden (einschließlich Freizeitpferde und Esel): Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V.

Weitere wichtige Informationen zur korrekten Kennzeichnung von Equiden:

  • Zur Kennzeichnung von Equiden dürfen ausschließlich die amtlichen Transponder, die durch die oben genannten Pass ausstellenden Stellen ausgegeben werden, verwendet werden.
  • Ihr Pferd wurde vor dem 01.07.2009 geboren und hat bereits einen Equidenpass. In diesem Fall müssen Sie nichts unternehmen, eine Kennzeichnung mit  einem Transponder kann auf freiwilliger Basis vorgenommen werden.
  • Für Equiden, die vor dem 01.07.2009 geboren wurden und bisherr noch keinen Pass besitzen, muss bei der zuständigen Stelle ein Pass beantragt werden.
  • Für Equiden die nach dem 01.07.2009 geboren wurden bzw. werden muss grundsätzlich mit einer Frist von maximal sechs Monate nach der Geburt, ein Pass beantragt werden.
  • Beim Kauf eines Equiden sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass dieser einen ordnungsgemäßen Pass besitzt. Dies gilt insbesondere für Tiere aus dem Ausland.

Mit dem Transponder ist das Tier ausreichend identifiziert und man benötigt nicht mehr das Ausfüllen der Signalementskizze. Nur bei Turnierpferden und Zuchtpferden ist weiterhin die Skizze erforderlich.

Außerdem ist folgendes zu beachten:

  • Der jeweilige Tierhalter ist auch für die Aktualisierung der Angaben im Equidenpass verantwortlich. Er muss mögliche Änderungen, wie Eigentümerwechsel oder Adressänderungen an die ausstellende Passstelle melden.
  • Nach dem Tod des Equiden ist der Pass an die jeweilige Passstelle zurückzusenden.
  • Im Falle einer Schlachtung ist der Pass dem Schlachthofbetreiber zu übergeben.
  • Für Einhufer aus anderen EU-Mitgliedsstaaten gelten die gleichen Bestimmungen. Pässe aus anderen Mitgliedsstaaten der EU werden in Deutschland anerkannt. Zur Änderung der Besitzerdaten und Eintragung der Passdaten muss der Pass an die zuständige Passstelle geschickt werden.
  • Für Tiere aus anderen Ländern außerhalb der EU, die ohne anerkannten Pass eingeführt werden, muss bis spätestems 30 Tage nach Abschluss des Zollverfahrens bei der zuständigen Passstelle ein EU-Equidenpass beantragt werden.

 

 

 

Anti Doping und Medikationskontroll Regeln

 

Seit dem 01.01.2013 gibt es neue Karenzzeiten für Medikamente im Pferdesport. Die FN hat aus diesem Anlass sowohl die Broschüre "Fairer Sport" neu herausgegeben als auch die Suchmaschine für ADMR Substanzen sowie den "AntiDopingKatalog Pferdesport" aktualisiert. Alle Informationen können im Download oder als Paperversion bei der FN bezogen werden. Jeder Reiter ist verpflichtet sich auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch muss sich der Reiter selbst erkundigen, ob verbotene Substanzen im Pferdefutter sein können.